Familienplaner

Ich habe moj gebaut, weil ich selbst den Überblick verloren habe

Drei Kinder, zwei Kalender und eine Einkaufsliste, die niemand führt. moj ist die App, die ich für meine eigene Familie gebraucht habe.

Porträt von Julien El-Bahy

Warum noch ein Familienplaner?

Weil ich an allen anderen gescheitert bin. Ich bin Papa von drei Kindern, und mein Problem war nie das Wollen, sondern das Eintragen. Einen Termin anlegen heißt: App öffnen, Titel tippen, Datum wählen, Uhrzeit wählen, Person zuordnen, speichern. Bis dahin ist zweimal jemand ins Zimmer gekommen.

Nach drei Tagen habe ich es jedes Mal gelassen. Und eine Einkaufsliste, die zur Hälfte gepflegt ist, ist schlechter als gar keine. Man traut ihr nicht mehr und kauft trotzdem zum zweiten Mal Milch.

Deshalb macht moj genau eine Sache anders. Es nimmt einen Satz. „Turnsackerl für Mo am Donnerstag“ ist der ganze Aufwand. Das schickst du per WhatsApp, tippst es in der App oder sprichst es. Einsortieren tut es moj. Welche Sätze das sind, steht auf einer eigenen Seite.

Wie viele Tage noch bis zu meinem Geburtstag?

Das ist die Frage, die bei uns am häufigsten kommt. Und „im Mai“ ist darauf keine Antwort. Kinder wollen die Zahl.

Bei mir ist es umgekehrt. Mir fällt ständig ein, was jemand brauchen könnte: im Supermarkt, im Auto, beim Zähneputzen. Zwei Stunden später ist es wieder weg. Eine Geschenkidee ist ein Gedanke von fünf Sekunden und überlebt kein Formular.

Also sind beide Dinge in moj eingebaut. Der Geburtstagskalender zeigt die Zahl der Tage. Und eine Geschenkidee, die du hinschickst, legt moj zu der Person, um die es geht. Vor dieser Person bleibt sie verborgen, ohne dass jemand daran denken muss.

Warum stehen Gemeinderatssitzungen in einem Familienkalender?

Weil meine Freundin wissen wollte, an welchen Abenden ich weg bin. Ich bin Gemeinderat in Mödling, meiner Heimatstadt. Sitzungen und Ausschüsse liegen über das ganze Jahr verteilt auf einzelnen Abenden. Die standen in keinem Kalender, den sie öffnen konnte.

Umgekehrt wollte sie ihre Arbeitstage eintragen können. Dann sehe ich, wann sie da ist und wann nicht. Das ist derselbe Wunsch aus der anderen Richtung. Nachschauen, statt fragen zu müssen.

Deshalb gehört in moj jeder Termin zu jemandem, und deshalb hat die Wochenansicht eine Spalte je Person. Nicht damit jemand kontrolliert wird, sondern damit niemand fragen muss.

Wer trägt das alles im Kopf?

In den meisten Familien ist es eine Person. Die weiß, wann der Elternabend ist, dass die Turnschuhe zu klein werden, was am Wochenende ansteht und was im Kühlschrank fehlt. Das ist Arbeit. Und sie ist unsichtbar, weil sie nirgends steht.

moj soll sie zuerst sichtbar machen und dann aufteilen. Liegt die Einkaufsliste bei allen am Handy, kauft die Person ein, die ohnehin unterwegs ist. Ein Blick vor dem Laden ersetzt den Anruf. Und stehen die Termine bei allen, muss niemand mehr erinnert werden.

Das ist der ganze Punkt. Als Familie zusammenarbeiten, statt dass eine Person alles trägt.

Wer baut das?

Hinter moj steht eine Person: ich, Julien El-Bahy aus Mödling bei Wien. Kein Unternehmen dahinter, keine Investoren, keine Werbung. moj ist nebenbei entstanden, für meine eigene Familie. Ich benutze es selbst jeden Tag. Wer es im Sinne des Gesetzes betreibt, steht im Impressum. Was gespeichert wird und was nicht, steht in der Datenschutzerklärung.

Ich baue außerdem zwei andere Dinge, beide privat:

  • wohnwahn – Wohnungssuche in ganz Österreich, jede Lage bewertet nach Preis, Klima, Lärm und Pendelzeit.
  • Lumina – Kostenlose SEO-Werkzeuge, die im Browser laufen, ohne Konto und ohne Installation.

Wenn dir etwas fehlt oder etwas nicht funktioniert: schreib uns. Bei einem Projekt dieser Größe liest die Mail die Person, die den Code geschrieben hat.

Was fehlt deshalb mit Absicht?

Einiges. Kein Haushaltsbuch, keine Gruppen in WhatsApp, kein Zurückschreiben in fremde Kalender, kein Import aus anderen Apps. Jede dieser Grenzen haben wir entschieden. Eine Lücke ist keine davon. Jede steht mit ihrem Grund auf der Seite was moj nicht kann. Eine App, die alles verspricht, wäre genau die App, an der ich vorher gescheitert bin.

Klingt das nach eurer Familie?

Dann ist moj dafür gebaut. Die App ist noch nicht im App Store. Trag deine E-Mail-Adresse ein, dann sagen wir dir zum Start Bescheid.

Eine Mail zum Bestätigen und eine zum Start. Sonst keine.